The Division – Untergrund Erweiterung (DLC)

Mit der Untergrund Erweiterung hat Massive das erste Bezahl-Update für Division auf den Markt geworfen. Taugt sie? Grundsätzlich ja, aber es gibt auch Kritikpunkte.

Mit der Untergrund Erweiterung hat Massive das erste Bezahl-Update für The Division auf den Markt geworfen. Mein größter Kritikpunkt liegt hierbei in der mehr als 5 wöchigen Exklusivität für XBox und PC. So ein großer Zeitraum ist gerade bei einem MMO einfach eine Frechheit. (Mich persönlich hat dieser Umstand zu einer Division Pause bewegt.) Trotzdem überkam mich letzte Woche die Lust im Endzeit New York wieder für Recht und Ordnung zu sorgen.

Walkthrough durch die Storymission

Wer seine Division Installation up to date gehalten hat, der darf sich freuen. Die Untergrund Erweiterung ist in den Patches/Updates mit eingeschlossen und aktiviert sich beim Kauf einfach nur. Somit ist kein zusätzlicher Download notwenig. Nichtmal ein Neustart.

Der Abstieg in den Untergrund beginnt im Hauptquartier, welches um eine U-Bahn Station ergänzt worden ist. Allerdings muss man beim Betreten (Serverwechsel zwischen „Division“ und „Division Untergrund“) eine Ladezeit in Kauf nehmen. Die ist auf Dauer echt ein wenig nervig.

Grundsätzlich ist die Untergrund Erweiterung „in Ordnung“ bis „gut“ und ich würde sagen letztendlich ihr Geld wert. Kommen wir zunächst zu den positiven Aspekten.

  • Das Itemlevel wurde nur moderat (auf 268, vorher 240) erhöht. Dadurch behalten die alten herausfordernden Aufgaben aus dem Basisspiel noch ihre Daseinsberechtigung. Zumal viele Features von der Untergrund Erweiterung an ein neues Untergrund Level geknüpft sind. Erst wenn dieses Level entsprechend erhöht wurde, werden die richtig kniffligen Missionen freigeschaltet. Diese bieten dann natürlich die besten Belohnungen für die Agenten.
  • Pro Underground Level erhält der Spieler eine Kiste, welche garantiert bessere Ausrüstung bereit hält, als die zu dem Zeitpunkt angezogene Ausrüstung. Das ist besonders schön und praktisch für Rückkehrer wie mich. Dadurch, dass ich mit einem relativ hohen Itemlevel meine Pause eingeläutet habe, bekomme ich gleich das höchste Equip, welches mich in der Tat verbessern kann.
  • Unendlich viele neue Missionen. Der Hauptaspekt von Untergrund sind Missionen, bei denen man im alten New Yorker U-Bahn- und Tunnelsystem gegen Rikers und Cleaners vorgeht. Dabei ist die Wahl ob alleine oder im Team in den Untergrund abgestiegen wird, dem Spieler überlassen. Die Missionen werden jedesmal neu generiert, wodurch es keine gleichen Missionen gibt. Der Abwechslungsgrad beim Leveldesign ist schon erstaunlich gut. Zwar lassen sich einzelne Levelbausteine durchaus erkennen, aber das habe ich als überhaupt nicht störend empfunden.
  • Die Länge der Missionen ist einstellbar! Habe ich 15 Minuten oder 45 Minuten Zeit? Das ist insgesamt eine großartige Idee! Natürlich bekomme ich in einer längeren Mission mehr Loot und mehr Untergrund XP!
  • Zusätzliche Schwierigkeiten verbessern den Loot und versprechen ebenfalls mehr Untergrund XP! Als Spieler oder Team-Leader kann man aus 5 zusätzlichen Parametern wählen, welche die Mission im Untergrund leicht oder deutlich erschweren. Ein Parameter heißt z. B.: „The Fog of War“ welcher bei Aktivierung das Radar des Spielers deaktiviert.
  • Fünf neue Rüstungssets sorgen weiter dafür, dass die Komplexität eine gute Ausstattung zusammen zu stellen sehr hoch bleibt. Zudem lässt sich die Ausstattung hervorragend an den eigenen Spielstil anpassen.
  • Die Levelgeschwindigkeit für die Underground Level ist gut gewählt. (Zumindest ist dies mein bisheriger Eindruck.)

Leider gibt es auch oder immer noch triviale Aspekte, welche das Gesamtbild in The Division nach wie vor trüben. Außerdem wurden im Untergrund teilweise unerklärliche Entscheidungen getroffen. Da zweifelt man am QM von Massive und/oder Ubisoft.

  • Nur eine Storymission? Ja, das haben die wirklich gemacht. Also hier wären zumindest 5 Storymissionen für ein Bezahlupdate angebracht gewesen.
  • Missionsziele und Missionsaufgaben sind leider nicht so variabel, wie das Missionsdesign.
  • Weiterhin eine Limitierung auf die maximale Spieleranzahl von 4 Agenten
  • Der Sprung von „Hart“ auf „Herausfordernd“ ist zu krass für ein offenes Matchmaking System. Ich will gar nicht wissen was auf dem neuen Schwierigkeitsgrad „Heroisch“ abgeht. Ich habe nichts gegen einen hohen Schwierigkeitsgrad. Deswegen finde ich die zusätzlichen Parameter auch total klasse! Aber wenn Gegner einfach nur One-Shoten können und brutal viel aushalten, dann ist es nervig.
  • Keine neuen Echos. Warum?
  • Zwar noch mehr Loot, doch immer noch das gleiche Problem. 95% vom Loot taugt nichts.

Untergrund Erweiterung, Fazit:

Der Mangel an Storymissionen hat mich ehrlich enttäuscht. Es gibt neue Audio Files, ähnlich wie die Handy Notes, aber eine grundsätzliche Weiterführung der Story sucht man leider vergebens. Dafür ist die Idee der Untergrundmissionen mit ihren Einstellmöglichkeiten richtig gut. Man hat somit auch die Möglichkeit alleine, zu zweit, zu dritt oder eben zu viert loszuziehen und außerdem wirkt es viel weniger repetiv. Abgerundet durch eine neue Incursion und viele neue Items überwiegt am Ende das Positive doch deutlich.
Massive haben zudem die Roadmap der nächsten Updates und Erweiterungen angepasst, was in meinen Augen sehr vernünftig ist. Der DLC „Überleben“ wird für einen großen Balance- und Bugbehebungs-Patch (1.4.) zurückgestellt. Angeblich kommt er sogar schon im Oktober.